Mode spiegelt den Zeitgeist für einen bestimmten Zeitraum wieder

Die Mode spiegelt durch bestimmte Verhaltensweisen, einen neuartigen ästhetischen Geschmack und neue Wertungen den aktuellen Zeitgeist für einen bestimmten Zeitraum wieder. Sie wandelt sich kontinuierlich und bringt die meisten Menschen dazu, diesem zyklischen Wandlungsprozess zu folgen. Ob es der Wunsch nach modegerechtem Verhalten, einer modischen Frisur oder aktueller Kleider, Hut – oder Schuhmode ist, dem vorherrschenden Geschmack innerhalb der Gesellschaft wird gerne Folge geleistet. Abgesehen vom persönlichen Geschmack und individuellen Stil unterliegt der Mensch dem Modediktat durch sein Grundbedürfnis nach Beachtung, Anerkennung und Zugehörigkeit.
Durch die Wahl der Mode lässt sich sowohl Abgrenzung als auch Anpassung, sowohl Individualismus als auch Konformismus ausdrücken, eine Moderichtung kann durch experimentierfreudige, kreative Ideen aufrütteln, aber auch Beruhigung durch ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und Verbundenheit vermitteln. Das Befolgen eine Moderichtung suggeriert oft einen gesicherten gesellschaftlichen Status, impliziert zeitgemäßen Geschmack und Kenntnis der neuesten Trend und sorgt dadurch nicht zuletzt auch für ein gesteigertes Selbstbewusstsein und ein persönliches Wohlgefühl.

Mode und die Modeströmungen

In kurzfristigen oder auch periodischen Wellen treten in vielen Bereichen des Lebens, oft spontan entstandene oder auch von Trendsettern auf die Welt gebrachte, verschiedenartige Modeströmungen auf. Diese beeinflussen nicht nur den aktuellen Kleidungsstil, sondern auch den soziologischen Bereich durch bestimmte Arten der Kommunikation. Im Privatbereich sind von dem erzieherischen Verhalten über die Auswahl eines besonders schicken Taufnamens bis zur Wahl eines Urlaubsortes viele Entscheidungen temporären Modeströmungen unterworfen, die Kunst kennt mitunter kurzzeitige Modeerscheinungen, ebenso wie die Wirtschaft. Auch die Sprache ist vor einem begrenzten Zeitgeschmack nicht gefeit, Modeworte oder so genannte Unworte unterliegen oft einem schlagartigen Wechsel.

Mode - Kleider machen Leute

Drückte der Bekleidungsstil im Mittelalter noch häufig die Zugehörigkeit zu einem bestimmten gesellschaftlichen Stand aus, so sind heute Kleidervorschriften nur mehr zu bestimmten Anlässen oder als Identifikationsmerkmal begrenzter Gruppen üblich. Das Vorherrschen eines Kleidungstrends wird eher geprägt durch den Massenkonsum, unterstützt von Vermarktungsstrategien und Werbung. Abgesehen von den Grundansprüchen wie Schutz vor Kälte, Wärme oder fremden Blicken und den durch bestimmten Gebrauch vorgegebenen Anforderungen richtet sich der Markt nach den Geboten der Mode, je nach Saison, sowohl in Form und Farbe als auch in Muster- und Materialwahl. Wer unter den vielfältigen Angeboten auf tragbaren Komfort und gute Qualität achtet und auch seinen individuellen Stil findet, sollte mit aktuellen Modetrends, beispielsweise von Marc Jacobs, nicht nur seine Persönlichkeit und sein Lebensgefühl ausdrücken, sondern auch Spaß und Freude an dem immer neuen Moderichtungen finden können, denn, um es mit den Worten des berühmten Modeschöpfers Karl Lagerfeld auszudrücken: Der Mode entkommt man nicht.